Politik auf der Straße – die PP marschiert weiter …

von Dirk Baranek am 12. März 2007

Kaum ist die große Demonstration am Samstag in Madrid mit zehntausenden Teilnehmern und einem gelb-rotem Fahnenmeer für die konservative Opposition erfolgreich über die Bühne gegangen, wird zur nächsten aufgerufen.

Am Samstag werde er an einer Kundgebung in Navarra teilnehmen, zu der die Regionalregierung der Pyräneen-Region aufgerufen hat, kündigte der Vorsitzende der PP Mariono Rajoy heute an. Auf der Demonstration soll gegen die Pläne protestiert werden, Navarra werde vom Baskenland “annektiert”. Den Vorschlag, alle “baskischen” Länder in einem gemeinsamen Staat zu vereinen, hatte in der letzten Zeit Arnaldo Otegi, inoffizieller Sprecher des politischen Arms der ETA, mehrmals ins Spiel gebracht. Die Regierung Zapatero hatte ein derartiges Ansinnen stets obligatorisch zurückgewiesen.

Der Generalsekretär der PSOE beschuldigte denn auch die konservative Regionalregierung, die Bürger in Navarra mit Lügen zu verunsichern. Niemand werde irgendetwas über deren Köpfe hinweg entscheiden. Der PP warf er vor, das Land zu spalten und mit den Rechtsradikalen gemeinsame Sache zu machen. Das sei am Wochenende wieder deutlich geworden:

La manifestación del sábado nos trajo los inconfundibles aromas del pasado.

Die Demonstration vom Samstag hat uns den unverwechselbaren Geruch der Vergangenheit gebracht.

In einem Video in der Online-Ausgabe der Tageszeitung El Mundo ist ein Vorfall zu sehen, bei dem eine Frau versucht, mit einer spanischen Fahne mit franquistischem Wappen in die Demo zu gehen. Sie wird von mehreren Teilnehmern spontan dran gehindert und mit Rufen ¡Fuera!¡Fuera! (Raus!Raus!) empfangen…

Quelle: El Mundo