Das Osterchaos: ¡No te mates en Semana Santa!

von Dirk Baranek am 30. März 2007

Die in Spanien Semana Santa genannten Osterwochen werden dem Land auch in diesem Jahr wieder ein gehöriges Verkehrsaufkommen bescheren. Traditionell nutzen die Spanier die zwei Wochen rund um die Osterfeiertage für Kurzurlaube und Verwandtenbesuche.

Das spanische Verkehrsministerium rechnet daher mit insgesamt 15,5 Millionen desplazamientos (Ortsveränderungen). Damit wäre also jede dritte Einwohner auf Reisen.

In den letzten Jahren hatte diese Reisewelle zu immer weiter steigenden Opferzahlen bei Verkehrsunfällen geführt. Allein 2006 starben 110 Menschen. Deshalbt hat die zuständige Dirección General de Tráfico (DGT) (Allgemeine Verkehrsdirektion) ab heute Nachmittag entsprechende Maßnahmen angekündigt, die das Verkehrsaufkommen in geregelte Bahnen lenken sollen. Es werden besondere Einheiten der Verkehrspolizei unterwegs sein und eigens eingerichtete Fahrspuren sollen auf einigen Autobahnabschnitten für verbesserten Verkehrsfluss sorgen. Außerdem werden insgesamt 315 stationäre Radarkontrollen aufgestellt, die Raser aufspüren sollen. Jüngst wurde auch in Spanien ein dem deutschen ähnliches Punktsystem für Verkehrssünder eingeführt.

Begleitet wird das Ganze durch eine Medienkampagne, die unter dem drastischen Motto steht: ¡No te mates en Semana Santa! (Bring dich nicht in der Semana Santa um!).

Quelle: El País