Grab von Quevedo gefunden

von Dirk Baranek am 14. April 2007

Francisco de QuevedoDas Grab des spanischen Dichters Francisco de Quevedo ist gefunden und eindeutig identifiziert worden. Die Gebeine eines der wichtigsten Autoren des legendären Siglo de Oro, des Goldenen Zeitalters der spanischen Literatur, wurden in der Krypta einer Kirche in Villanueva de los Infantes, Provinz Ciudad Real, entdeckt. Wie vorab verlautete, wird ein Forscherteam der Universität Complutense in Madrid dieses Ergebnis bei einer Pressekonferenz am Montag bekanntgeben. Die Wissenschaftler verwendeten modernste, auch aus der Kriminaltechnik bekannte Untersuchungsmethoden.

Francisco de Quevedo lebte von 1580 bis 1645 und verbrachte seine letzten Lebensjahre in einem Kloster der in der Mancha zwischen Toledo und Jaén gelegenen Kleinstadt Villanueva de los Infantes. Er war Zeit seines Lebens nicht nur Dichter sondern vielmehr Philosoph (der spanischen Gegenreformation), Essayist, Übersetzer und als Adliger am Hofe involviert in die politischen Konflikte seiner Zeit. Das bekannteste Werk des Zeitgenossen von Lope de Vega und Cervantes, mit denen er persönlich bekannt war, ist eine so genannte novela picaresca, ein Schelmenroman mit dem Titel Historia de la Vida del Buscon.

Quelle: El Mundo