Zapatero: 2006 war wirtschaftlich das beste Jahr der Demokratie

von Dirk Baranek am 16. April 2007

Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hat sich heute bei der Präsentation seines Wirtschaftsberichts in der Madrider Börse nicht nur zufrieden über die ökonomische Bilanz des abgelaufenen Jahres geäußert, sondern zeigte sich auch äußerst optimistisch über die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Monate.

Das Wachstum werde 2007 über 3,5 % liegen, bei einer moderaten Preisentwicklung. Allein in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres werde das Wachstum fast 4% ausmachen. Bei der Beschreibung des vergangenen Jahres geriet der sozialdemokratische Politker ins Schwärmen. 2006 sei das mejor año económico de la democracia gewesen. Spanien habe das höchste Wirtschaftswachstum der G-7-Länder gehabt und sei jetzt die achtgrößte Ökonomie der Welt. Diese Entwicklung werde zumindest in den nächsten beiden Jahren anhalten.

Die vorgestellten Kennzahlen sind in Bezug auf die spanische Geschichte wirklich imponierend. Fast 20 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es inzwischen, doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Dem entsprechend ist die Arbeitslosenquote auf ein historisches Tief gesunken: 8,3%. In Deutschland sind es momentan noch immer über 10 %.

Aber Zapatero betonte auch, dass sich seine Regierung nicht auf diesen Ergebnissen ausruhen werde. Nachholbedarf gebe es nach wie vor beim Außenhandelsdefizit und bei der Produktivität und . In diesem Zusammenhang forderte er die Tarifparteien zur Zurückhaltung in den nächsten Lohnrunden auf.

Quelle: Diario ADN