Spanien investiert zwei Milliarden EUR in die Integration von Einwanderern

von Dirk Baranek am 20. April 2007

Bis 2010 wird Spanien zwei Milliarden EUR in die verbesserte Integration von Einwanderern investieren. Das haben gestern Jesús Caldera, Minister für Arbeit und Soziales, und Consuelo Rumí, Staatssekretärin für Einwanderung, bekannt gegeben.

Mit den Maßnahmen, die in dem vorgelegtenPlan Estratégico de Ciudadanía e Integración, dem strategischen Plan für Staatsangehörigkeit und Integration, so der Name des Programms, vorgesehen sind, sollen die Chancen für die in den letzten Jahren stark gestiegene Zahl von Einwanderern auch aus Nicht-EU-Ländern verbessert werden. Wir berichteten. Fast die Hälfte des Programms wird in die Bildung investiert.

Die Summe stellt eine erhebliche Erhöhung staatlicher Mittel in diesem Bereich dar, hatte doch die konservative Vorgängerregierung nur etwa sieben Millionen EUR pro Jahr für solche Maßnahmen vorgesehen.

Die einzelnen Programmpunkte sehen unter anderem wie folgt aus:

  • Schaffung von Aufnahmelagern in ganz Spanien (460 Mio EUR). Dieser Posten ist vor allem mit der Einwanderung von Afrikanern zu sehen, die nach wie vor über den Atlantik auf den Kanaren und in Südspanien ankommen
  • Bildung (840 Mio EUR). Mit den Mitteln sollen die Schulen bessere Angebote für Einwanderer und Flüchtlinge machen.
  • Arbeit (209 Mio EUR): Verbesserung der Maßnahmen gegen illegale Beschäftigung und Ausbeutung von illegalen Einwanderern
  • Maßnahmen zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen (100 Mio EUR)
  • Gesundheit (70 Mio EUR). Das Geld soll hauptsächlich für die Schulung von Mitarbeitern der Gesundheitszentren verwendet werden.
  • Medienaktivitäten (55 Mio EUR) Mit den Mitteln sollen Kampagnen finanziert werden, um das Bild der Einwanderung in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Quelle: El País