Umfrage: Terrorismus das größte Problem

von Dirk Baranek am 30. April 2007

38 Prozent der Spanier gaben bei einer aktuellen repräsentativen Umfrage an, der Terrorismus sei das Problem, über das sich die meisten Sorgen machen – gefragt wurde nach der principal preocupación.

Allerdings haben die Diskussionen der letzten Wochen über die politische Rolle der ETA-nahen baskischen Separatisten von Batasuna, deren relativ besonnene Rhetorik sowie das Ausbleiben neuer ETA-Anschläge die Lage wohl etwas beruhigt. Als Gegenentwicklung ließe sich allerdings die gestiegene Gefahr islamistischer Anschläge nach den Attentaten in Algerien und Marokko anführen, war doch in den Manifesten der Attentäte Al-Andalus als von den Islamisten zu erobernder Raum genannt worden. Solche ans Mark der spanischen Geschichte seit dem Mittelalter rührenden Pamphlete haben aber die Spanier relativ unbeeindruckt gelassern – im März nannten den Terrorismus noch 43% als Problem Nummer eins.

Ähnlich geht es auch dem Problem der Arbeitslosigkeit – dem paro. Das zweitwichtigste Problem wurde von 38 % genannt, ebenfalls fallende Zahlen. Problem Nummer drei übrigens: Der Wohnungsmarkt, geprägt von Spekulation und Überhitzung, mit allen seinen Schattenseiten: Wohnungsnot, Korruption, Finanzblase…

Befragt nach ihrer Einschätzung der aktuellen Situation von Politik und Wirtschaft gehen die Meinungen unisono auseinander. Der Zwieklang: Wirtschaft alles prima, Politik alles schlecht. Besonders die Politiker schneiden extrem schlecht ab: fast 50 % der Befragten halten die aktuelle Situation für schlecht oder sehr schlecht.

Quelle: Canal Plus