Partykrawalle gehen weiter und werden Teil des Wahlkampfes

von Dirk Baranek am 2. Mai 2007

Auch gestern nacht kam es im Madrider Viertel Malasaña wieder zu Straßenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei. Wie schon in der Nacht zuvor, versuchten die Polizeieinheiten erneut, die feierende Menge gegen 2 Uhr nachts zur Auflösung zu bewegen.

Daraufhin setze es wiederum einen Regen aus leeren Flaschen und Müll. Allerdings ging die Polizei gestern nacht mit härteren Mitteln gegen die Störer vor: Es wurde Tränengas eingesetzt und mit Gummigeschossen operiert.

Bilanz der Nacht: Acht Festnahmen und 65 Verletzte.

Der sozialistische Bewerber für das Amt des Madrider Bürgermeisters, Miguel Sebastián, machte heute Vormittag auf einer improvisierten Pressekonferenz auf der Plaza Dos de Mayo, dem Epizentrum der Unruhen, den amtierenden konservativen Bürgermeister für die Ausschreitungen mitverantwortlich. Dessen Weigerung, mit den Anwesenden in einen Dialog zu treten, habe die Lage erst eskalieren lassen.

Inzwischen gibt es auch erste Videoaufnahmen von den Geschehnissen…


Quelle: El País