Wo lebt man am besten? In Pamplona, Bilbao und Gijon!

von Dirk Baranek am 20. Juni 2007

In welchen spanischen Städten lebten man am besten? Oder anders gefragt: In welcher Stadt fühlen sich die Bewohner am wohlsten, sind also am meisten zufrieden mit Sicherheit, Arbeitsmarkt, Wohnugssituation, Gesundheitswesen und öffentlichem Nahverkehr? Die Antwort gaben jetzt in einer repräsentativen Umfrage des Verbraucherverbandes OCU (Organización de Consumidores y Usuarios) Einwohner aus 17 spanischen Städten.

Die Reihenfolge der beliebtesten Städte sieht danach so aus:

Pamplona, Bilbao, Gijón, Logroño, Albacete, Barcelona, Santander, Murcia, Zaragoza, Palma de Mallorca, Valladolid, Valencia y Badajoz, Gran Canaria, Madrid, Vigo y Sevilla.

Wenn das galicische Vigo nicht ein Ausreißer in der Reihe wäre, könnte man fast das alte Nord-Süd-Gefälle wieder entdecken: Je weiter im Süden, desto schlechter offensichtlich die Lebensbedingungen. Bzw. die subjektive Einschätzung dieser Lebensbedingungen. Denn der Umfrage liegen ja nicht objektive Zahlen zu Grunde sondern Meinungen der Einwohner. Und dass ein hohes Bruttospizialprodukt nicht immer zu einer Insel der Glückseligen führt, zeigt das Beispiel Palma de Mallorca. Mallorca ist statistisch gesehen die reichste Region Spaniens, aber offensichtlich müssen sich die Einwohner mit schlechten Bedingungen herumschlagen. Auch Madrid ist kein besonders beliebter Ort zum Leben. Dass dagegen die so von politischer Unruhe befallenen Städte wie Pamplona und Bilbao die Hitliste anführen, zeigt wieder einmal, dass das Medienbild die Realtität immer nur teilweise spiegelt.

Quelle: El País