Weitere Massengräber aus dem Bürgerkrieg entdeckt

von Dirk Baranek am 12. August 2007

Die von engagierten Freiwilligen vorangetriebene Aufarbeitung des Terrors, der Spanien im Bürgerkrieg und in den Jahren danach unter der franquistischen Diktatur erschütterte und der viele tausende Opfer forderte, geht weiter. Jetzt wurden neue Massengräber entdeckt, in denen Opfer der franquistischen Liquidationen verscharrt wurden, wie die Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica (www.memoriahistorica.org) – Verband für die Wiederherstellung der historischen Erinnerung – mitteilte.

Nordspanien: Die Überreste von acht Opfern geborgen

Gestern wurden in der Nähe der Stadt Grandas de Salime, in Asturien an der Grenze zu Galicien gelegen, die Überreste von acht Hingerichteten geborgen, die zu einer Gruppe von 15 Mitgliedern des republikanischen Batallón Galicia gehörten. Im Oktober 1937 wurden sie von Einheiten der Falange und der Guardìa Civil erschossen und neben einer Straße verscharrt. Hinweise zum Fundort kamen von zwei Brüdern, die damals 11 und 12 Jahre alt waren und bei der Beerdigung geholfen hatten. Die Ausgrabung fand unter reger Anteilnahme der Dorfbevölkerung von Fonsagrada statt, die laut Zeitungsbericht sagten: “A pesar de que los fusilados no eran de aquí, su muerte causó un gran impacto en la comarca.” – Obwohl die Erschossenen nicht von hier waren, hat ihr Tod einen großen Einfluss auf die Gemeinde gehabt.

Skandal machte das Verhalten der Staatsanwaltschaft von Castropol, die die Ausgrabungen untersagen wollte, obwohl die ARMH die Genehmigung der örtlichen Behörden eingeholt hatte.

León: Sechs Tote in disem Sommer exhumiert

An fünf Stellen in der Region León haben die Aktivisten in diesem Sommer die Überreste von sechs Personen exhumiert. Wie die Organisation mitteilt, werden die Fundstücke an die Gerichtsmedizin von Madrid übergegeben. Nach einer Feststellung der Todesursache werden die Toten an die Angehörigen übergeben, para que puedan enterrarlos en paz. – damit diese sie in Frieden beerdigen können, wie die AMRH betont.

Quelle: El Ideal Gallego