Kale Borroka: Molotov-Cocktails in baskischen Städten

von Dirk Baranek am 15. August 2007

Gestern und vorgestern Nacht hat es im Baskenland wieder Brandanschläge gegeben. Die als ‘kale borroka’ – baskisch: Straßenkampf – bezeichneten Aktionen der separatistischen Radikalen haben zwar in letzten Jahren etwas abgenommen, laufen ber immer noch nach dem gleichen Muster ab.

Gruppen maskierter, meist junger Leute laufen durch die Straßen und attackieren mit Molotov-Cocktails Ziele, die sie in ihrer verquasten Ideologie als Symbole des “faschistischen Systems” ausmachen. Gestern Nacht ging daher in San Sebastián ein Bus der lokalen Verkehrsgesellschaft in Flammen auf. Vorgestern wurde ein Parteitreff der PNV abgefackelt, der konservativ-bürgerlichen baskischen Nationalisten, die man inzwischen als Hauptfeinde identifiziert hat. Außerdem, und das lässt die linksradikale Ideologie so richtig schön hervortreten, wurden sieben Filialen von spanischen und baskischen Banken angegriffen, darunter auch die baskische Sparkasse. Außerdem wurde in Amorbieta ein Amtsgericht beworfen.

Man sieht, die Aktionen sind koordiniert, wirken aber eher hilflos. Denn die ETA wurde in den letzten Wochen enorm geschwächt, da man vor allem in Frankreich hochrangige Mitglieder festnehmen konnte, darunter auch der Logistik-Chef.

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