Gutes Video: Z wie Zapatero

von Dirk Baranek am 18. Oktober 2007

Der Wahlkampf für die Parlamentswahlen im März 2008 beginnt so langsam und wie es aussieht, werden sich die Parteien verstärkt der Möglichkeiten bedienen, die sich aus den angewandten Internettechnologien neu ergeben haben. Ein Beispiel ist ein Web-Video, in dem Ministerpräsident Zapatero auftritt und für seine bisherige Politik wirbt.

Der dreiminütige Film ist insofern ganz flott, als Zapatero sich selbstironisch über seine Aussprache lustig macht. Er hat nämlich die Angewohnheit, Wörter die auf -dad- enden, nicht weich auslautend zu sprechen, sondern mit einem relativ kräftigen Zischlaut.

Dieses Tendenz gibt es bei einigen Spanischsprechenden – aus verdad wird dann eben verdaz. Bei der Endung -dad ist allerdings ein noch stärkerer Hang festzustellen, den abschließen Konsonanten ganz wegzulassen. Dann vor allem im Süden darausverdá.

In dem Video meint Zapatero, das hänge bei ihm wohl mit der Familie zusammen und mit seiner Herkunft aus Kastilien. Er sieht diese dialektale Färbung auf jeden Fall entspannt. Und schon jetzt ist absehbar, dass die Kampagne seiner Partei PSOE wohl ganz auf den lächelnden Kastilier zugeschnitten wird …

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