Cádiz: Reis schmeißen verboten!

von Dirk Baranek am 9. November 2007

Wenn man in Spanien heiratet, wird beim Verlassen von Kirche oder Standesamt gerne von den Hochzeitsgästen mit Reis auf das frisch gebackene Paar geworfen. Dieser weit verbreiteten Sitte will die Stadtverwaltung der andalusischen Hafenstadt Cádiz jetzt Einhalt gebieten, wie die Tageszeitung Público meldet. Zum einen wolle man durch das Verbot ausschließen, dass es zu möglichen Stürzen komme. Zum anderen würden scharenweise Tauben das zusätzliche Futterangebot annehmen. Diese würden wiederum mit ihren Exkrementen die historische Bausubstanz in der ältesten Stadt Europas schädigen.

Auch die Kirchen hatten sich für das Verbot ausgesprochen, weil der Reiseinsatz zu starken Verschmutzungen geführt habe.