Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

von Dirk Baranek am 3. März 2008

In den letzten Jahren hat Spanien einen nie gekannten wirtschaftlichen Boom erlebt. Mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (Producto Interior Bruto /  PIB) von jährlich drei bis sechs Prozent lag man im europäischen Vergleich stest in den Spitzenrängen. Damit ist es nun fürs erste vorbei, wie eine heute vorgestellte Prognose der spanischen Sparkassen analysiert.

Statt der geplanten Erhöhung von 3,1 Prozent soll das Wachstum in diesem Jahr wohl nur bei 2,6 Prozent liegen und damit wesentlich niedriger ausfallen als 2007 (3,8 Prozent). Die Wirtschaftsforscher führen diese Entwicklung vor allem auf die sinkenden Binnenachfrage zurück, da die verfügbaren Einkommen durch erhöhte Preise und stabilen Gehältern tendenziell schrumpfen werden. Außerdem können sich auch Spanien den negativen Trends in der Weltwirtschaft nicht entziehen. Positiv wird erwähnt, dass die Inflation mit 2,5 Prozent relativ stabil bleibt.

Als eine Konsequenz dieser Abschwächung sagen die Forscher eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit voraus. Von jetzt 8,3 Prozent werde die Quote dieses Jahr auf 9 und nächstes Jahr sogar auf über 10 Prozent steigen.  Diese Entwicklungen wirken sich schon jetzt auf die Verbraucherstimmung aus. Immer mehr Befragte – jetzt 41 Prozent –  sehen pessimistisch in die Zukunft und betrachten die externen Faktoren mit Sorge.

Quelle: El Mundo