Melilla: Schleuser versteckt Flüchtling hinter Armaturenbrett

von Dirk Baranek am 23. März 2008

Die spanische Exklave Melilla, die in den letzten Jahren wiederholt eine bevorzugte Anlaufstation für afrikanische Armutsflüchtlinge gewesen ist, hat sich inzwischen mit schier unüberwindlichen Grenzanlagen vom marrokanischen Territorium abgeschottet. Offenbar greifen die Schleuser deshalb inzwischen auf äußerst drastische Methoden zurück, um weiter im Geschäft zu bleiben. Diese Woche hat die Guardia Civil bei einer Routinekontrolle am Grenzübergang Beni-Enzar einen kenianischen Flüchtling halb erstickt aus einem Versteck hinter dem Armaturenbrett (salpicadero) eines Pkws der Marke Renault 5 gezogen.

Wie die Polizei mitteilte, konnte der Flüchtling  nur befreit werden, indem das komplette Armaturenbrett entfernt wurde. Wegen starker Atemnot und Lähmungserscheinungen wurde der Mann ins Krankenhaus eingeliefert, ist aber inzwischen wieder wohlauf. Der marokkanische Fahrer wurde festgenommen.

Quelle: El Faro de Melilla