Reicher Norden – armer Süden

von Dirk Baranek am 26. März 2008

Das seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert feststellbare wirtschaftliche Ungleichgewicht innerhalb Spaniens hat sich zwar abgeschwächt, ist aber immer noch sehr groß. Diese Festellung erlauben die neusten Zahlen über die Verteilung des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2007, die das staatliche Institute für Statistik INE heute vorgelegt hat.

Danach befinden sich die Regionen mit einem über dem Durchschnitt liegen BIP im Norden der Halbinsel. So beträgt zum Beispiel die erwirtschaftete Leistung im Baskenland pro Kopf über 30.000 Euro, während in der landwirtschaftlich geprägten Extremadura nur gerade mal 16.000 Euro zu verzeichnen waren.

Die folgende Grafik zeigt die spansichen Regionen gefärbt nach dem BIP-Index. Index = 100 ist der Durchschnitt aller Regionen. Je dunkler, desto höher liegt das BIP über dem Durchschnitt. Allein das Baskenland liegt 31 Prozent drüber …

bip_spanien.jpg

Die andere Frage ist: Wie verteilen sich die Wachstumsraten? Holt der Süden auf? Jein, möchte man sagen. Die wirtschaftliche Entwicklung verlief regional kaum unterschiedlich. Spitzenwerte wurden in Aragón erzielt (4,5 Prozent Wachstum) während am unteren Ende der Skala Asturien steht (3,6 Prozent). Von den ärmeren Region konnten einzig Galicien, Extremadura und Kastilien-La Mancha Boden gutmachen. Andalusien liegt knapp unterhalb des Durchschnitts.

Fazit: An den Verhältnissen hat sich nur wenig geändert, aber der Süden wird wenigstens nicht weiter abgehängt…

Quelle: INE PDF-Download

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06.27.08 at 10:44

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