Streit bei den Konservativen wegen homosexueller Ehen

von Dirk Baranek am 18. Juni 2008

Kurz vor dem Parteitag hat sich  die als innerparteiliche Konkurrenz zum amtierenden Parteichef gehandelte  Esperanza Aguirre, Vorsitzende des starken PP-Bezirks Madrid und amtierende Regionalpräsidentin, erneut gegen die aktuelle Position der Konservativen in der Frage der homosexuellen Partnerschaften gewandt. Bei einem Besuch eines Beratungszentrums für Schwule und Lesben sagte Aguirre, sie lehne die aktuelle Verfassungsklage der Konservativen gegen das von der PSOE-Regierung 2006 durchgebrachte Gesetz ab. Zwar störe sie auch die Bezeichnung matrimonio (Ehe) für die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften, aber die Sache an sich sei richtig. Sie warf Regierungschef Zapatero vor, die Bezeichnung bewusst gewählt zu haben, um den Katholiken „einen Finger in die Augen zu stecken“ statt eine wirkliche Verbesserung für die betroffenen Menschen zu wollen.

Aguirre lobte bei dem Besuch die Arbeit des in Spanien einzigartigen Beratungszentrums, das sich auch um Fälle von Gewalt gegen Homsexuelle und Diskriminierung kümmert. Eine Stadt wie Madrid könne solche Vorkommnisse auf gar keine Fall tolerieren, sagte sie.

Quelle: El Mundo