Trouble um Che-Denkmal in Galicien

von Dirk Baranek am 27. Juni 2008

Gestern Nacht hat die Polizei des galicischen Ortes Oleiros in flagranti illegale Plakatkleber erwischt. Wäre keine Meldung wert, aber bei den zwei Festgenommen handelte es sich um veritable Gemeinderäte und zwar der in diesem Ort oppositionellen konservativen Volkspartei. Auch der Inhalt der Olakate hatte es in sich. Denn darin wurde der amtierende Bürgermeister mit Beleidigungen überzogen.

Anlass der Aktion ist der Aufruf zu einer Demonstration gegen ein neues Denkmal, das Bürgermeister Ángel García Seoane in Auftrag gegeben hatte und das in Kürze eingeweiht wird. Geehrt wird damit niemand geringeres als der bekannte argentinisch/kubanische Revolutionär Ernesto Che Guevara. Acht Meter hoch ist die Stahlplastik mit dessem Konterfei, das auf einem Kreisverkehr aufgestellt wurde.

Oleiros ist die achtgrößte Gemeinde Galicien und wird seit über 20 Jahren, inzwischen in einer MInderheitsregierung, von einer Art sozialistischen Splitter- Partei, der Alternativa dos Veciños regiert, angeführt von dem charismatischen Bürgermeister.

Gegen die beiden Stadträte wird nun Anzeige wegen Beleidigung und Sachbeschädigung erstattet.

Quelle (mit Foto des Denkmals): Voz de Galicia