Polizei spürt Kunstschätze der Baumafia aus Marbella auf. Wert: viele Millionen Euro

von Dirk Baranek am 7. Juli 2008

Die juristische Aufarbeitung der weitrecihenden Korruptions- und Bauaffäre in Marbella, die im Zuge der so genannten operación Malaya ans Licht kam, ist in vollem Gang. Jetzt werden immer mehr Details publik und diese zeigen zum Beispiel, dass die führende Köpfe, die mit ihren illegalen Aktionen viele Millionen an Schwarzgeld scheffelten, durchaus Vertrauen in die Werthaftigkeit modernen Kunst haben.

Denn mitten in Madrid spürte die Polizei  in einem normalen Bürogebäude Kunstwerke auf, die zur Geldwäsche angeschafft wurden und deren Wert erhevlich ist. Die Liste umfasst insgesamt 75 Werke und enthält alle großen Namen der spanischen bzw. europäischen Moderne des 20. Jahrhunderts:  Picasso, Miró, Tápies, Torres García, Eduardo Arroyo, Equipo Crónica, Barceló, Francisco Bores, Jean Cocteau, Ismael de la Serna, Grau Sala, Buthaud, Dubufeet, Klein, Óscar Domínguez, Antonio Saura, Paul Razé, Poliakoff, Niki Saint Phalle, Manolo Millares…

Wie es aussieht, hat Juan Antonio Roca, ehemals Baustadtrat in Marbella und Hauptverdächtiger in der  Affäre, für diese Arbeiten über 20 Millionen Euro innnerhalb von 15 Jahren ausgegeben.

Die von der Staatsanwaltschaft eingeschalteten Kunstsachverständigen gehen denn auch von einem Gesamtwert von vielen Millionen Euro aus.