Chef der deutschen Handelskammer: Katalanisch lohnt sich nicht

von Dirk Baranek am 15. August 2008

Peter Moser, Geschäftsführer der deutschen Handelskammer (Cámara de Comercio Alemana para España) in Madrid, hat der konservativen Tageszeitung El Mundo ein Interview gegeben, in dem er deutschen Firmen von dem Gebrauch des Katalanischen abrät.

Zuletzt hatte es einige Turbulenzen im Verhältnis deutscher Firmen in Spanien zur Regierung Kataloniens im Zusammenhang mit deren Sprachpolitik gegeben. Höhepunkt war ein Editorial des Chefs der Flugesellschaft Air Berlin in deren Bordmagazin im Juni. Darin hatte Joachim Hunold sich über die katalanische Sprache mokiert, was wiederum Proteste der Generalitat auslöste, die darauf dringt, dass ausländische Flugesellschaften, die Flughäfen in Katalonien ansteuern, ihre Passagiere auch auf Katalanisch bedienen. Die Mannschaft des FC Barcelona hatte es sogar abgelehnt eine Maschine von Air Berlin zu betreten. Daraufhin ruderte das Unternehmen zurück und gelobte Besserung.

Moser hingegen kann es sehr gut verstehen, wenn deutsche Unternehmen das Katalanische eher weglassen, denn diese würden sich ausschließlich nach ihren Kunden richten und müssten auf die Rentabilität achten.  Er sagte: Las empresas se comunican con sus clientes en los idiomas que entiende la mayoría, como es el castellano en el caso de España.  – Die Unternehmen kommunizieren mit ihren Kunden in den Sprachen, die die Mehrheit versteht, wie es das Kastilische ist im spanischen Fall.

Die Anzahl Einwohner, die nur einsprachig seien und auschließlich Katalanisch sprechen, sei einfach zu gering, dass es sich für die Unternehdmen lohnen würde, in ihrer Kommunikation die katalanische Sprache einzusetzen.