143.353 Opfer des Bürgerkriegs als vermisst gemeldet

von Dirk Baranek am 24. September 2008

Dem Untersuchungsrichter Baltasar Garzón liegen seit Montag Listen vor, die die Namen von 143.353 Personen enthalten, die auf Grund der Ereignisse im spanischen Bürgerkrieg als vermisst gelten. Die Listen enthalten auch deren Berufe, Geburtsorte und die vermutlichen Daten des Zeitpunkts des Todes sowie der Todesursache. Im letzteren Fall steht dort zumeist „Tod durch Erschießen“.

Diese Listen setzen sich aus Dokumentationen zusammen, die zum einen von Opferverbänden zusammengetragen wurden, und zum anderen von Angehörigen, die selbst Aufschluss über das Schicksal von Vätern und Großeltern verlangen. Elf Verbände haben ihre Dokumente am Montag öffentlich überreicht. Die Unterlagen sind zum großen Teil in den letzten Jahren entstanden, in denen die Diskussion um die bis heute in anonymen Massengräbern verscharrten Opfer aufkam. Noch in den 90ern war man von etwa 30.000 Personen ausgegangen.

Quelle: Público