Finanzkrise: Regierung zapft angeblich Schwarzgeld an

von Dirk Baranek am 6. Oktober 2008

Die aktuelle Krise der Kreditmärkte geht auch an Spanien nicht vorbei. Wie überall fehlt es auch hier den Banken und damit auch dem Staat an liquiden Mitteln. Laut einem Bericht der Zeitung El Mundo erwägt jetzt die spanische Regierung, eine offensichtlich reichhaltige Quelle anzuzapfen, die bisher nototrisch brach liegt: das Schwarzgeld.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in Spanien extrem viel am Fiskus vorbeiverdienter Cash in den Panzerschränken liegt und zwar in Form von 500-Euro-Geldscheinen. Allein 108 Millionen Stück des größten Euro-Scheins sollen sich in Spanien im Umlauf befinden. Das wären fast 55 Milliarden Euro. Vor allem im Immobiliensektor sollen erhebliche Menge an Schwarzgeld geflossen sein.

Angeblich ist Regierungschef Zapatero dem Plan nicht unaufgeschlossen. Widerstand soll aus dem Wirtschaftsministerium und der Staatsbank Banco de España kommen. Dort wird befürchtet, dass solche Pläne auf eine Generalamnestie hinauslaufen könnten.