Spanien bastelt nicht mit an der neuen Weltwirtschaftsordnung

von Dirk Baranek am 23. Oktober 2008

Jetzt ist es wohl amtlich: Wenn am 15. November in den USA die Konferenz stattfindet,  an deren Ende neue Bedingungen für die Weltwirtschaft stehen sollen, wird Spanien nur am Katzentisch sitzen. Denn heute hat die einladende US-Regierung verlauten lassen, dass man zwar die Ratschläge der spanischen Regierung gerne höre, aber dass das Land nicht offiziell teilnehmen könne.

Vielmehr sei vorgesehen, dass an diesem Treffen die G-20-Staaten teilnehmen werden. Dieser Gruppe, die es seit 1999 gibt, gehören folgende Staaten an: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei, Vereinigtes Königreich, USA sowie die Europäische Union. Diese repräsentieren etwa 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (PIB).

Von der Größe des BIP her müsste Spanien eigentlich schon längst dazugehören, denn mit 1.400 Mrd USD ist es weit größer als das von Kanada und der Schwellenländer sowieso.

Man kann davon ausgehen, dass die spanische Diplomatie in den nächsten Monaten verstärkt versuchen wird,  diese Scharte auszuwetzen und alle daran setzt, das Land auch international seinen ihm gebührenden Platz zu verschaffen.

Quelle: El País