Die Spur im Web führt zum Topterroristen

von Dirk Baranek am 18. November 2008

Vorgestern Nacht konnten die spanischen Strafverfolger ihren größten Erfolg der letzten Jahre feiern. Verhaftet wurde wie berichtet in einem kleinen französischen Pyrenäeenort unweit von Lordes der vermutliche Militärchef der baskischen Separatistenorganisation ETA, Mikel Garikoitz Aspiazu, alias Txeroki. Seit Jahren war man dem Topterroristen, der für mherer Anschläge mit sieben Toten verantwortlich gemacht wird, auf der Spur. Heute nun gab der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba ein paar Details bekannt, wie die Sicherheitsdienste Txeroki ausfindig machen konnten.

Offensichtlich halfen zwei Umstände dabei, den aktuellen Aufenthaltsort zu lokalisieren: Ein falsch gefälschtes Nummernschild und die Benutzung von zwei E-Mail-Konten.

Auf die Nummernschilder hatten es die Behörden so der Innenminister bereits seit Januar abgesehen. Es ging um die Beobachtung von gestohlenen Fahrzeugen, die mit neuen Nummernschildern versehen wurden. Txerokis Fehler dabei: Das Fahrzeug wurde mit einem Nummernschild ausgestattet, das schlicht unmöglich war.

Bezüglich der E-Mail-Konten berichtet Rubalcalba, es sei kein Geheimnis, dass ETA digitale Kommunikationskanäle etabliert habe und von Internetcafés aus benutze. Vor etwa einem Monat habe der Geheimdienst die Guardia Civil informiert, dass Txeroki zwei E-Mail-Konten unterhalte. Die Beobachtung dieser E-Mails habe dann entscheidend zu seiner Verhaftung beigetragen. Die Spur die er im Netz hinterlassen habe, sei der wichtigste Hinweis gewesen.

Quelle: ADN