Die Nachkommen der Exilanten kehren zurück

von Dirk Baranek am 29. Dezember 2008

Das 2007 vom spanischen Parlament beschlossene Gesetz zur historischen Erinnerung (Ley de la Memoria Historica) wird nun konkret. Als ersten Schritt hat die spanische Regierung eine Verwaltungsvorschrift erlassen, die es den Nachkommen der auf Grund des Bürgerkrieges geflohenen Exilanten erlaubt, die spanische Staasbürgerschaft anzunehmen.

Gestern war der erste Tag, an dem diese Personengruppe, die nach Schätzungen etwa eine halbe Million Menschen umfassen soll, die entsprechenden Anträge in den Botschaften und Konsulaten einreichen konnte. Wie es aussieht, werden dies wohl eine ganze Menge wahrnehmen. Zum Beispiel haben sich in Buenos Aires prompt einige Hundert Antragsteller eingefunden, um diesen Weg zu beschreiten. Vor dem Konsulat bildete sich eine Warteschlange. Allein in Südamerika sollen sich etwa 80.000 Berechtigte befinden.

Anspruch auf diese Akt haben nicht nur die Söhne und Töchter der Exilierten, sondern auch deren Enkel. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Vorfahren seit Juli 1936 wegen politischer Verfolgung oder aus wirtschaftlichen Gründen das Land verließen.

Quelle: El Público