Drogenkonsum geht zurück

von Dirk Baranek am 26. März 2009

Die spanische Drogenbeauftragte Carmen Moya hat heute ein positives Bild der Entwicklung des Drogenkonsums gezeichnet. Anlässlich einer Konferenz in Salamanca, auf der sich über 1.000 Experten mit dem Thema befassen, stellte Moya fest, dass vor allen der Gebrauch von Cannabisprodukten und von Kokain stark rückläufig sei. Der Plan Nacional sobre Drogas zeige Wirkung. Vor allem seien die Konsumenten anders als in der Vergangenheit nicht mehr sozial isoliert und würden in die Illegalität abgedrängt, sondern seien integriert, sowohl im Bildungsbereich als auch im Arbeitsmarkt. Um drei Prozent sei der Konsum der illegalen Drogen zurückgegangen, so die Daten der Behörde. Auch beim Genuss von Tabak und beim Alkohol seien Fortschritte zu verzeichnen. Als problematisch bezeichnete Moya allerdings den teilweise exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen.

Spanien hat eines der liberalsten Drogengesetze der Welt und die Drogenbeauftragte ging auch auf die Probleme ein, die das Land damit international hat. Für die Zukunft werde sich die Politik aber weiter auf die Bereiche Aufklärung und die Sozialarbeit konzentrieren. Verschärfungen an den bestehenden Gesetzen seien kein Thema.

Auch Julio Bobes, Psychiater von der Universität und Vorsitzender der Konferenz, betonte, es sei viel erreicht worden, um die Drogenabhängigen aus der Kriminalisierung herauszuholen. Diese würden jetzt eher als Patienten gesehen, denn als Verbrecher.

Queldle: Telecinco