Die schwarzen Punkte der Krise

von Dirk Baranek am 29. März 2009

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Spanien nicht nur ebenfalls getroffen, sondern vielmehr besonders schlimm erwischt. Ein Zeichen dafür ist die enorm gestiegene Arbeitslosigkeit auf jetzt über zwölf Prozent. Wie allgemein bekannt, kam diese Entwicklung nicht aus dem Nichts, sondern es gibt handfeste Gründe. Vor allem die Unternehmen der Finanzbranche mit ihren waghalsigen Produkten und riskanten Spekulationen stehen zu recht in der Kritik.

Damit diese Kritik nicht allgemein im Raum stehen bleibt, sondern sich konkretisiert, machen sich politische Aktivisten in Spanien daran, Ross und Reiter zu nennen. Sie recherchieren die schwarzen Punkte der Krise – Los puntos negros.

Konkret suchen sie die Zentralen der Unternehmen auf und halten schwarze Kreise in die Luft oder markieren damit die Eingänge. Das Ganz hat den Charakter von dezentralen Aktionen, die dann mit Fotos und Videos dokumentiert werden. Veröffentlicht wird dieses Material auf einer Internetseite los puntos negros.

Die Aktivisten betonen den friedlichen Charakter der Aktionen. Vor allem Filialen von Banken werden markiert.

Hier ein Video von einer Aktion am Parlamentsgebäude in Madrid, mit gegen die Wohnungspolitik protestiert werden soll: