Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau in Spanien

von Dirk Baranek am 31. Januar 2010

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise beutelt Spanien ganz besonders heftig. Dies belegen die neuen Zahlen zur Arbeitslosigkeit, die das statistische Amt vorgestern vorgelegt hat. Sie zeigen das bedrohliche Ausmaß der Krise, denn immer noch steigt die Zahl der Arbeitssuchen enorm. Zum Ende Januar waren 4.326.500 Menschen arbeitslos, wiederum ein Anstieg auf jetzt 18,8 Prozent zum Ende 2009. Im dritten Quartal 2009 lagen die Quote noch bei 17,9 Prozent. Allein in 2009 stiegen die absoluten Zalen damit um über eine Million im Vergleich zu Ende 2008

Der Ausblick in die Zukunft ist zudem nicht rosig. Die Quote könnte sogar auf 20 Prozent steigen, wenn im Sommer die stabilierenden Effekte des dann beendeten Konjunkturprogramms PlanE auslaufen. Trotz eines für 2010 erwarteteten moderaten Wachstums um zwei Prozent ist also kein Ende der Misere in Sicht. Besonders betroffen von der Emtwiclung sind die Regionen an der Mittelmeerküste, die gleich von zwei Branchenkrisen betroffen sind: die der Bauindustrie und der Flaute im Tourismus.

Mit diesen Zahlen hat sich Spanien die traurige Spitzenposition in der EU erobert. Liegt im EU-Durchschnitt die Quote jetz bei zehn Prozent kann Spanien gleich mal mit der doppelten Prozentzahl aufwarten.

Quelle : La Vanguardia

{ 3 comments }

Jose Carlos 03.03.10 at 06:49

Da bleibt ja nur zu hoffen, dass 2010 der Tourismus wieder ansteigt. Allerdings muss man auch sehen, dass EU-weit überall die Arbeitslosenzahlen ein wenig ansteigen.

FincaMallorca 11.07.10 at 17:00

Die Arbeitslosenzahlen erholen sich überall damit fließt auch wieder mehr Geld nach Spanien!

M.Han. 12.07.10 at 11:51

Das große Problem wird nur sein, dass Spanien, so wie eben Italien, Purtugal und Griechenland einfach demnächst von den EU-Finanzhilfen abhängig sein werden…
Und damit ersteinmal der komplette Euro ins wanken gerät.
Ob das dann natürlich den Arbeitslosenzahlen wirklich hilft, wage ich zu bezweifeln.

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