Ob die sterblichen Überreste des Schriftstellers Federico García Lorca, die in einem Massengrab in Víznar vermutet werden, bald exhumiert werden, wird die Familie Lorca in der kommenden Woche entscheiden. Bisher hatte diese eine Umbettung stets abgelehnt. Jetzt kommt allerdings Bewegung in die Sache, weil die Familie der dort ebenfalls verscharrten Dióscoro und Francisco Galadí jetzt den Rechtsweg beschreiten, um deren Exhumierung zu erreichen.
“Die Situation hat sich geändert,” sagte Laura García Lorca, eine Groß-Enkelin des 1936 zu Beginn des Bürgerkriegs von Nationalisten erschossenen anadalusischen Dichters. Nächste Woche werde die Familie sich treffen und eine offizielle Verlautbarung veröffentlichen, sagte sie der Zeitung Granada Hoy. Die Vorsitzende der Lorca-Stiftung betonte allerdings, dass nun alles von dem Untersuchungsrichter Garzón abhängt, der letzte Woche eine offizielle Untersuchung des Schicksals von 90.000 Opfern des Bürgerkriegs eingeleitet hatte.
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